Personalisierte Medizin braucht Geschlechtersensibilität
Geschlecht beeinflusst Diagnosen, Therapien und Krankheitsverläufe stärker, als lange angenommen wurde. Aktuelle Veröffentlichungen in Thieme Fachzeitschriften zeigen, dass geschlechtersensible Medizin in Forschung und Versorgung noch nicht ausreichend verankert ist – mit Folgen für die Patientensicherheit und den Behandlungserfolg. Besonders deutlich werden die Defizite bei der Versorgung von Frauen, bei denen akute Erkrankungen häufig später erkannt werden und die in klinischen Studien nach wie vor unterrepräsentiert sind. Wie sich medizinische Erkenntnisse besser in die Versorgung aller Menschen übertragen lassen, diskutieren Expert*innen im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit (HSK) in Berlin.